Mindmapping - eine methode des zeitmanagements
Das erste Mal wurde ich vor 19 Jahren mit Mindmapping in meiner Schulzeit im BWL-Unterricht konfrontiert, denn unser gesamter Unterricht war mit sogenannten Mind Maps gestaltet. Ehrlich gesagt war ich damals davon genervt und hatte keine große Freude damit, dass ich das jetzt machen muss. Aber so ist es wohl mit allen Dingen im Leben – wenn man zu etwas gezwungen wird, etwas zu tun, fehlt einem oft der Wille dafür. Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt sind - und dadurch fühlen wir uns oftmals im Alltag gehetzt und gestresst. In den Firmen wird immer mehr von uns abverlangt und die Arbeitsaufgaben sind kaum noch zu bewältigen. Sie ertappen sich schon selbst, dass einzelne Gedächtnislücken auftreten und Sie sich chaotisch fühlen? Dann empfehle ich Ihnen, sich hinzusetzen und Mind Maps zu entwerfen.
Was versteht man überhaupt unter Mindmapping? Das Mind Map wurde von Tony Buzan entwickelt. Es ist als eine Art Landkarte und Denkwerkzeug zu verstehen und ist die einfachste Methode Informationen in das Gehirn hinein zu bekommen und Information wieder aus dem Gehirn heraus zu bekommen. Generell neigen wir dazu, To-Do-Listen zu schreiben und es wird in der Folge unsere rechte Gehirnhälfte zu wenig genutzt. Was passiert – wir haben eine geringere Gedächtnisleistung. Mit Mindmapping wird die linke Gehirnhälfte, die vor allem für die Verarbeitung von analytischen Dingen wie Logik, Auflistung, Linien, Wörter, Zahlen, das Sortieren von Informationen, Strukturen zuständig ist mit der rechten Gehirnhälfte, die für bildliche bzw. emotionale Infos wie Farben, Rhythmus, Musik, Fantasie, Intuition, Konzepte und ganzheitliches Denken verantwortlich ist, verbunden. Durch diese Vernetzung der beiden Gehirnhälften nutzt man das gesamte geistige Potenzial und trainiert somit seine eigene Merkfähigkeit. Wo setze ich das Mind Map ein? Ich kann es zur Problemlösung, für die Zeitplanung (Tages-, Wochen-, Monatsplanung), für die Vorbereitung einer Präsentation, für Einkäufe, für Zusammenfassungen, für Zukunftsplanungen, etc. nutzen.
Wie erstelle ich eine Mind Map? Man nimmt am besten ein leeres Blatt Papier, legt es im Querformat auf und beginnt in der Mitte mit dem Thema, das man bearbeiten möchte. Bilder sagen mehr als 1000 Worte – wenn man das Thema zeichnet, wird das Gehirn noch mehr angeregt. Wenn Sie zusätzlich mit Farben arbeiten, bringen Sie mehr Dynamik und Leben in das Mind Map. Als weiteren Schritt schaffen Sie Verbindungen zwischen den Hauptästen und dem Bild/Thema in der Mitte, mit den Hauptästen und den Ästen 2. Grades. Durch diese Verbindungen schafft man sich eine Struktur in seine Gedanken, man versteht und behält die Dinge viel leichter. Die Äste sollen nicht gerade sein, sondern gekrümmt. Für das Auge ist es viel interessanter und attraktiver, wenn die Verbindungen gekrümmt sind. Pro Linie werden nur Schlüsselwörter geschrieben und keine vollständigen Sätze, denn durch einzelne Wörter werden weitere Assoziationen erzeugt und man bleibt im Mind Map flexibler.
Inzwischen bin ich übrigens ein großer Fan von Mindmapping geworden. Probieren Sie es doch auch einmal aus, Ihrer Fantasie ist dabei keiner Grenze gesetzt. Um eine Vorstellung zu bekommen, wie ein Mind Map aussehen kann, finden Sie nachfolgend ein von mir entworfenes Beispiel zur Förderung der Mitarbeitermotivation.

Artikel verfasst von MMag. Martina Scheiber
Literatur entnommen aus „Das kleine Mind-Map-Buch“ von Tony Buzan und „Mindmaps“ von Detlef Jäschke